Main Post, 27.11.2004
Auf
zum Kap der schönen Töne
Cape
Classic 2005: Minister Goppel ist Schirmherr, Stahmer als Moderator
Von unserem Redaktionsmitglied FRANK
KUPKE
Bad Bocklet. Den momentan zu Hochform auflaufenden südafrikanischen
Frühling hat Gabi Zahn zwar nicht im Gepäck. Dafür hat
die Bockleter Journalistin, die am heutigen Samstag nach zwei Wochen
Am Kap der Guten Hoffnung wieder in heimischen Gefilden weilt, etwas
anderes unter Dach und Fach gebracht: die letzte organisatorische Feinabstimmung
des von ihr auf die Beine gestellten Musik-Ereignisses Cape Classic
in Südafrika.
Herzstück des Events, das eine Mischung aus klassicher Musik und
feiner südafrikanischer Lebensart bietet, sind die neun Konzerte,
die vom 18. bis 26. Februar nächsten Jahres auf dem idyllisch gelegenen
Weingut Vergelegen (Somerset West) aus der Zeit um 1700 über die
Bühne gehen sollen.
Dazu kommen noch zwei Sonderkonzerte: eines in der Moederkerk von Swellendam
am 12. Februar, ein weiteres in der Endler Hall der Uni Stellenbosch
am 18. Februar. Letzteres ist als Auftaktkonzert von Cape Classic gedacht
und zugleich das Festkonzert zum 100-jährigen Bestehen der Universität.
An Künstlern konnte Gabi Zahn für die Konzertreihe gewinnen:
Sveinung Blelland (Klavier), Isa Katharina Gericke (Sopran), Susanne
Giesa (Klavier), Franziska Gottwald (Alt), Robert Kulek (Klavier), Jochen
Kupfer (Bassbariton), Daniel Müller-Schott (Violoncello) und Atle
Sponberg (Violine).
Die Bockleter Journalistin Zahn, die viele Jahre in Südafrika lebte
und ein Faible für Klassik hat, konnte noch zwei ganz andere Kaliber
für Cape Classic gewinnen: Der eine ist der Schirmherr der Veranstaltung,
Dr. Thomas Goppel, seines Zeichens Bayerischer Staatsminister für
Wissenschaft, Forschung und Kunst. Er hat das Grußwort
zu der Konzertreihe verfasst.
Der andere ist Klaus-Hinrich Stahmer, langjähriger Professor an
der Würzburger Musikhochschule. Stahmer, der sich auch als Komponist
von gemäßigt
avantgardistischen Stücke überregional einen Namen gemacht
hat, übernimmt einen ganz besonderen Part bei Cape Classic: Zu
jedem der ingesamt elf Konzerte liefert der kundige Musikologe profunde
Einführungen in die hernacht zu gehör gebrachten Werke. Stahmer
kennt Südafrika und die afrikanische Musikszene aus eigenen ethnologischen
Studien-Aufenthalten.
Geboten werden bei Cape Classic Kammermusik und Kunstlieder vom Barock
bis zum Neoklassizismus, darunter auch autochthon afrikanischen Werke.
Und zwar alles in einem idyllischen Ambiente aus der holländischen
Kolonialzeit in einem der fruchtbarsten ind besten Wein-regionen Südafrikas.
Cape Classic versteht sich als sozial ambitioniertesEvent: Die Künstler
verzichten auf ihre Gage, Erlöse kommen gemeinnützigen Organisation
für konkrete Projekte vor Ort zu Gute.
Wie Macherin Gabi Zahn verkündet, stehen bereits die Cape-Classic-Programma
für 2006 und 2007. In der Januar-Februar-Ausgabe des Lufthansa-Magazins
soll ein Artikel auf Cape Classic neugierig machen. Das Magazin liegt
kostenlos in allen Lufthansa-flügen aus.
Das
detaillierte Programma und Infos zu den Verantstaltungsorten sowie
in Kürze auch zu den Tickets unter: www.cape-classic.com - www.vergelegen
co.za